Interkulturelle Skateboards

Montag, 19. Januar 2009, 19:12 Uhr | Beitrag von: Yolanda Wittwers AvatarYolanda Wittwer

Arniko Skateboards

Das junge Label Arniko produziert aussergewöhnliche Skateboards und verbindet zugleich auf faire Art Schweizer Moderne mit Nepalesischer Tradition.

Der Schreiner Marius Arter, geboren in Nepal, aufgewachsen in der Schweiz, baute schon in seiner Lehrzeit leidenschaftlich gerne Skateboards. Zunächst nur für sich selbst. Nach einer Reise in sein Geburtsland kam Marius die Idee, die Schnitzerkunst der Nepalesen mit seinen Skateboards zu vereinen und so gründet er 2007 mit elf Freunden ein professionelles Skateboard-Label: Arniko.

Faire Boards

Durch den Bezug von Marius zu Nepal werden alle Arniko Produkte in der Nepalesischen Hauptstadt Kathmandu in Zusammenarbeit mit kleinen Familienunternehmen und unter fairen und umweltfreundlichen Bedingungen gefertigt. Beispielsweise stammen alle verwendeten Holzarten aus Wiederaufforstungsgebieten. Das Besondere an den Brettern ist, dass jedes Stück ein handgefertigtes Unikat ist. «Die Designs der Arniko Produkte stammen aus der Schweiz und werden von den Nepalesischen Schnitzern mit traditionellen Motiven ergänzt. Uns ist wichtig, dass die Holzschnitzer auch ihre eigene Fähigkeiten und ihr eigenes Können in unsere Produkte einfliessen lassen», sagt Samuel Baumgartner, der als Jurastudent für die Rechtsfragen bei Arniko zuständig ist.

Kreatives Team

Die meisten Mitarbeiter bei Arniko sind Studenten und kennen sich schon aus der Schulzeit.
Die Jungunternehmer haben sich gut organisiert: Der Informatiker im Bunde hat die Homepage gestaltet, BWL- und Medien-Studenten kümmern sich um das Marketing, die Designs machen die HGK-Studenten und der Schreiner Marius Arter baut nach wie vor die Skateboards.
Die Politologie oder VWL-Studenten bei Arniko analysieren das Kundensegment um beispielsweise festzustellen, welche Open Airs für das Label interessant sind. «Wir haben auch einen Landschaftsgärtner, welcher als Promotonskünstler bei Detailhändlern unsere Produkte vorstellt», sagt Samuel schmunzelnd.

Und wie geht es weiter?

Im Moment geht es mit dem Label bergauf und das ist natürlich für alle Beteiligten ein Erfolg. Aber allzu weit wollen die kreativen Unternehmer gar nicht in die Zukunft schauen. Sicher sei nur: «Wir werden auch in Zukunft alles tun, um nachhaltig zu produzieren damit die Leute in Nepal eine faire Chance erhalten, ihre Fähigkeiten einzusetzen», sagt Samuel Baumgartner und fügt hinzu: «Wir bleiben uns und unseren Kunden natürlich weiterhin treu und produzieren wunderschöne Rollbretter und weltklasse Kleidung, was denn sonst?»

Mehr Informationen zu Arniko findest du unter www.arnikoskateboards.com

 

 

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Veröffentlicht vor 1 Jahr, 6 Monate, 1 Woche, 1 Tag, 17 Stunden, 23 Minuten | Permalink | Artikel weiterempfehlen | Bookmark and Share

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